Luftverunreinigungen und Gerüche in Gebäuden

Häufig gehen Geruchsbelästigungen mit dem Vorhandensein von Schadstoffen einher. Die Ursachen für den Geruch kann man beispielsweise in (geruchsbildenden) flüchtigen organischen Verbindungen in der Innenraumluft (bspw. VOC, PCN, PAK, Formaldehyd) finden. In Fertighäusern liegen häufig geruchsintensive Chloranisole vor, deren Geruch sich sehr stark an Textilien und an Papier bindet. Neben chemischen Schadstoffen kann auch ein biologischer Befall durch Schimmelpilze eine weitere mögliche Geruchsquelle sein. Prinzipiell kann so mit den eigentlichen Geruchskomponenten auch eine Schadstoffbelastung vorhanden sein, die u.U. auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigung führt.

 

Zur Ermittlung von Luftverunreinigungen und Geruchsbelästigungen führt das Bremer Umweltinstitut Begehungen in öffentlichen Gebäuden, Privathäusern und weiteren Gebäuden durch. Neben der nasschemischen Untersuchung von Materialien oder der Untersuchung mittels Headspaceanalytik, stehen zahlreiche Prüfkammern und eine mobile Emissionszelle (FLEC = "Field and Laboratory Emission Cell") zur Ermittlung von Emissionsquellen zur Verfügung. Zudem kann die Luft analog der Vorgaben der DIN ISO 16000-30 in zugelassene Geruchsbeutel eingesammelt und über einen Vergleichsstandard im eigenen Geruchslabor hinsichtlich der empfundenen Geruchsintensität durch ein geschultes Probandenkollektiv bewertet werden.

 

Darüber hinaus können Ausbreitungspfade und Übertragungswege von Gerüchen durch Einsatz von Tracer-Gas verfolgt werden. Unser analytischer Leistungsumfang ist weitgefächert, so können natürlich auch geruchlose Luftverunreinigungen im Bedarfsfall erfasst werden. Mit den Ergebnissen der Untersuchung lassen wir Sie nicht allein! Gerne stehen wir für die persönliche Beratung oder auch für Informationsveranstaltungen mit politischen Verantwortlichen, Nutzern (Eltern, Lehrer, Schüler, Angestellte), vorgesetzten Behörden und Dienststellen, oderauch der Presse zur Verfügung.

Unsere Publikationen zum Thema Geruch

216 STOLZ, D.; HOFMANN, H; WEIS, N.; MERTENS, J.; Lisow, W.; Schmidt, M.; Schulz, N. (2016)
Determination of Odour Perception Threshold, 18th Conference - Odour and Emissions of Plastic Materials, Kassel (Germany), March 2016
 
214 Schmidt, M.; Thumulla, J.; Kroczek, C; LISOW, W.; MERTENS, J.; KÖHLER, M. (2015)
“The Assessment of Odour Annoyance in Indoor Environment – a new Concept using statistically derived Acceptance Limits” ”; Healthy Buildings Europe 2015, Eindhoven
 
213 HOFMANN, H.; KÖHLER, M.;MERTENS, Ju.; NEUWEGER, B.; NITSCHKE, F.; SIEMERS, U.; WEIS, N. (2015)
“Sensoric Odour Testing According to DIN 16000-28 for the Evaluation of Building Products - First Results”; Healthy Buildings Europe 2015, Eindhoven
 
212 LISOW, W.; Schmidt, M.; MERTENS, J.; Thumulla, J.; WEIS, N.; KÖHLER, M.; Pilgramm, M. (2015)
Olfactometric determination of the odour detection threshold and the identification threshold of Naphthalene; Healthy Buildings Europe 2015, Eindhoven
 
211 LISOW, W. (2015)
Masterarbeit "Bestimmung der Wahrnehmungs-, Erkennungs- und Akzeptanzschwelle von Naphthalin mittels dynamischer Olfaktometrie" - Hochschule Bremen