Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) wurden in verschiedensten Verbraucher- und Industrieprodukten seit der 1940er Jahre unter anderem wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften eingesetzt. Aufgrund dieser Eigenschaften werden auch Textilien mit PFAS ausgerüstet. Daher kommen sie besonders in Outdoor- und Sportbekleidung sowie in Arbeits- und Schutzkleidung vor. In Lederprodukten werden PFAS aus ähnlichem Grund zur Imprägnierung verwendet (z.B. Schuhwerk, Arbeitshandschuhe, Polsterleder).

Heute stehen sie zunehmend im Fokus regulatorischer Anforderungen, da viele PFAS als persistent („Ewigkeitschemikalien“), bioakkumulativ und potenziell gesundheitsschädlich gelten. PFAS können bei der Produktion, der Verwendung und der Entsorgung von Produkten über verschiedene Eintragspfade in die Umwelt und den Innenraum gelangen. Durch ihre Persistenz sind sie mittlerweile in vielen Umweltmatrices und Organismen nachweisbar.

Im Rahmen der REACH-Verordnung arbeitet die europäische Chemikalienagentur seit 2023 an einer umfassenden Erweiterung der bereits bestehenden Einschränkungen. Hierbei soll die gesamte Stoffklasse sowohl hinsichtlich ihrer Verwendung wie auch beim Inverkehrbringen weitestgehend verboten werden.

Das Bremer Umweltinstitut bietet die Analytik von Textilien, Leder und Staubproben sowie diversen Bedarfsgegenständen auf eine Auswahl an Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) nach DIN EN 17681-1:2025-6 an. Mittels alkalischer Hydrolyse ermöglicht diese Methode, auch diverse PFAS aus seitenkettenfluorierten Polymeren freizusetzen, die bei herkömmlichen Verfahren undetektiert bleiben würden.

 

Analytenportfolio PFAS (Akkreditierung beantragt)

Substanz
PFBA
PFPA
PFHxA
PFHpA
PFOA
PFNA
PFDA
PFUnDA
PFDoDA
PFTrDA
PFTeDA
PF-3,7-DMOA
HPFO-DA
4HPFUnA
7HPFHpA
4:2-FTOH
6:2-FTOH
8:2-FTOH
10:2-FTOH
PFBS
PFPS
PFHxS
PFHpS
PFOS
PFNS
PFDoS
PFDS
10:2 FTS
8:2-FTS
6:2 FTS
4:2-FTS
PFOSA
N-MeFOSA
N-EtFOSA
N-MeFOSE
N-EtFOSE
M8PFOA
M8PFOS
MFOET